Lechweg in 5 Tagen – Rückblick auf eine grandiose Wanderung

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Anfang Oktober ging es auf den Lechweg. Im Gegensatz zu meiner ersten mehrtägigen Wanderung hatte ich diesmal eine Begleitung. Vielen Dank an dieser Stelle noch an Ilona, die sich als idealer Trailbuddy herausgestellt hat.

In diesem Bericht werde ich nicht im Detail auf die Etappen eingehen, die sind nämlich schon sehr gut auf der offiziellen Website beschrieben.

Vielmehr möchte ich ein paar persönliche Erfahrung zusammenschreiben und natürlich auch den einen oder anderen Tipp.

Der Lechweg geht von der Quelle am Formarinsee bis nach Füssen zum Lechfall. Die gesamte Strecke hat eine Länge von 125 km. Da wir hier und da ein paar Umwege machen mussten, um unsere Unterkünfte zu erreichen, Proviant aufzufüllen etc. sind wir insgesamt sogar auf 140 km gekommen.

Damit es etwas entspannter wird, haben wir einen Tag für die Anreise und eine erste Übernachtung auf der Freiburger Hütte eingeplant. Eines unserer Autos haben wir in Füssen geparkt, mit dem zweiten ging es nach Lech. Dort gibt es im Zentrum eine Parkgarage in der man das Auto auch über mehrere Tage kostengünstig abstellen kann. Mit dem Bus ging es dann zum Formarinsee hoch und zu Fuß weiter bis zur Freiburger Hütte. Dort hatten wir uns für die erste Nacht eingebucht.

Bis hierhin kann ich diesen „Start“ nur jedem empfehlen. Die weiteren Tage hängen dann aber maßgeblich von deiner Kondition ab. Den kompletten Lechweg in 5 Tagen zu laufen, kann durchaus sportlich sein, für uns hat es gut gepasst. Grundsätzlich ist der Lechweg technisch nie schwer, die Länge der täglichen Etappen macht dann aber den Unterschied.

Tipps für die Planung:

Tipp 1 – speziell für die erste Etappe: Am Ende der ersten Etappe landet man wieder direkt in Lech und auch ganz in der Nähe der Parkgarage in der vielleicht dein Auto steht. Das ist eine gute Gelegenheit, überflüssiges Gepäck loszuwerden. In unserem Fall waren das z. B. die Schlafsäcke, die wir ja nur für die Hüttenübernachtung gebraucht haben. Wir haben zudem die Chance genutzt und uns auch noch mal komplett umgezogen.

Tipp 2 – Übernachtungen: Wir hatten alle Unterkünfte vorab gebucht. Das hat sich als eine gute Entscheidung herausgestellt. Unsere Tage waren mit durchschnittlich 28 km eh schon gut gefüllt. Außerdem trägt man nicht den ganzen Tag den Gedanken mit sich herum, wo und ob man ein warmes Bett für die Nacht findet.

Tipp 3 – Einkaufen: Bereits zu Beginn der Planung hatte ich mir bei Google Maps eine eigene Karte erstellt. In diese Karte habe ich Einkaufsmöglichkeiten wie Supermärkte und Bäckereien eingetragen. Grundsätzlich mangelt es nicht an Möglichkeiten, man sollte bei der Planung aber die Wochentage, Feiertage und Öffnungszeiten im Auge behalten.

Tipp 4 – die beste Unterkunft der gesamten Tour: Wir hatten mit all unseren Unterkünften viel Glück und waren recht zufrieden, aber eine ist uns ganz besonders in Erinnerung geblieben. Zwischen Warth und Lechleiten verläuft der Lechweg direkt durch den Gehrnerhof. Hier findet ihr zum einen ein wundervolles Nachtlager, zum anderen ein kulinarisches Highlight.

Tipp 5 – die offizielle Website: Na gut, darauf kommt man vielleicht auch von alleine, aber die offizielle Webseite war wirklich sehr hilfreich bei der Planung und darf deshalb auch gelobt werden: www.lechweg.com/de

Tipp 6 – Erfahrung: Meine Erfahrung aus meiner ersten mehrtägigen Wanderung haben mir sehr geholfen, von daher kann ich euch diesen Bericht auch sehr empfehlen, wenn das vielleicht eure erste mehrtägige Wanderung wird. Hier findet ihr den Bericht: „Meine erste mehrtägige Wanderung“

Mein Fazit:

Würde ich den Lechweg empfehlen? Ja, auf jeden Fall! Der Lechweg ist wirklich sehr schön und abwechslungsreich. Er ist bei entsprechender Planung für sehr viele Menschen machbar, da er technisch nie schwer ist. Besonders positiv: Der hohe Anteil an schönen und einsamen Wegen. Asphalt und befahrene Straßen sind selten, nehmen erst gegen Ende des Lechwegs leicht zu.

Jetzt gibt es noch jede Menge Fotos, die hoffentlich ganz viel Lust auf den Lechweg machen.